Andere und ergänzende Möglichkeiten

Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, um etwas gegen eine Angstkrankheit zu machen. Viele Therapeuten empfehlen einige dieser Möglichkeiten als Ergänzung neben der hauptsächlichen Therapie. Als wichtigste Alternative gilt die progressive Muskelentspannung. Dabei werden Muskelpartien des Körpers zuerst angespannt und danach wieder entspannt. Die Aufmerksamkeit des Patienten richtet sich auf den Unterschied zwischen der Empfindung der Anspannung und derjenigen der Entspannung. Durch regelmässiges Üben stellt sich der Entspannungszustand in der jeweiligen Angstsituation immer rascher ein. Der Patient empfindet die Angstsituation dadurch weniger anstrengend.

Neben dieser verbreitetsten Methode gibt es auch das autogene Training. Dabei geht es darum, dass der Patient Entspannungstechniken und -übungen erlernt, die dann in einer Angstsituation angewendet werden um die Symptome zu lindern. Dazu gehören sechs Teilübungen, nämlich Atemübungen, Schwereübungen, Wärmeübungen, Herzübungen, Stirnübungen und Sonnengeflecht-Übungen, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte. Das autogene Training ist eher schwierig zu erlernen. Jedoch gibt es viele Kursangebote für Interessierte.

Weiter empfiehlt die Selbsthilfeliteratur Meditation oder Methoden aus dem asiatischen Kulturkreis, wie z.B. Yoga, Thai Chi, Aikido, Chi Gong und so weiter.

Eine weitere Möglichkeit ist die Hypnose. Dabei bekommt der Patient mit Hilfe eines erfahrenen Therapeuten angeblicherweise Zugang zu seinem Unterbewusstsein. Dadurch können scheinbar Verhaltensänderungen herbeigeführt werden. Leider ist wissenschaftlich gesehen wenig über diese Therapiemöglichkeit bekannt, weshalb man ihr auch mit Skepsis begegnen sollte.

Einige der von mir befragten Angstpatienten haben bereits Erfahrung mit solchen ergänzenden Behandlungsmöglichkeiten gemacht und sind grösstenteils zufrieden damit. Da es keine eindeutige und sichere Möglichkeit gibt, eine Angstkrankheit zu behandeln ist es auch sicher richtig, wenn jeder Betroffene selber versucht, die für ihn persönlich richtige Therapiemöglichkeit zu finden.