Schlusswort

Während meiner Maturarbeit konnte ich alle grossen Fragen, die ich mir zu Beginn gestellt habe und die während dem Arbeitsprozess aufgetaucht sind beantworten. Die von mir gewählte Vorgehensweise, Informationen vor allem durch Interviews mit Fachleuten zu sammeln stellte sich als ideal heraus, da ich bei fremden oder neuen Begriffen gleich nachfragen konnte und jeweils eine Erklärung bekam, die ich auch verstand.

Ebenfalls sehr eindrücklich und entscheidend für das Verständnis der Angstkrankheit als solches, war für mich das Telefongespräch mit der Patientin, die an einer Angststörung leidet. Ich hatte so einen realen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines betroffenen Menschen, den man durch das Lesen der Fachbücher nicht bekommen kann.

Meine Arbeit ist wohl vor allem für Menschen, die sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben interessant. Sie gibt einen Überblick über das Wesen der Angstkrankheiten und deren Therapiemöglichkeiten. Mir ist dieser Punkt speziell wichtig, da ich bei der Arbeit auch erlebt habe, dass neben der breiten Bevölkerung sogar einige Direktbetroffene nicht umfassend genug über ihre Krankheit informiert sind.

Gerade für die Sensibilisierung der Bevölkerung über diese, sich verbreitende Krankheitsform muss in Zukunft noch viel Arbeit geleistet werden.

Es gibt zwar bereits viele gute Ansätze, wie z.B. die Angst- und Panikhilfe Schweiz (APHS) oder vergleichbare Organisationen im Ausland. Zusätzlich gibt es auch viele gute Internetseiten von Selbsthilfegruppenvereinigungen oder einzelnen Fachleuten, die gut und umfassend über die Krankheitsform informieren. Das Problem ist jedoch, dass die Bevölkerung dieses Informationsangebot nicht nutzt, da viele Menschen nicht glauben, selber jemals in irgendeiner Form mit Angststörungen in Berührung zu kommen.

Es fehlt meiner Meinung nach an vorbeugender Information. Meine Maturarbeit könnte für die Aufklärungsarbeit die Grundlage für eine Broschüre darstellen.

Leider habe ich bei der Arbeit auch negative Erfahrungen machen müssen. Gerade beim Verteilen der Umfragebogen schien es mir, als wären sämtliche Wege unmöglich. Aufgrund eines Gesetzes zum Schutze von Patienten, war es mir nicht möglich Fragebogen durch die psychiatrische Universitätsklinik (PUK) verteilen zu lassen. Die Ethikkommission beider Basel hat es leider abgelehnt, meinen Fragebogen auch nur anzuschauen. (diese politische Untersuchungskommission bewilligt die Zulassung von Fragebogen gegen entsprechende Gebühr.)

Das Verständnis dafür, dass ich die gefragte Summe nicht aufbringen kann, fehlte den Verantwortlichen leider gänzlich. Ich respektiere das Gesetz an sich selbstverständlich und kann es auch sehr gut nachvollziehen, da Betroffene sonst wohl von Umfragen überflutet würden. Trotzdem bin ich von der Bürokratie und der Handhabung meiner Anfrage enttäuscht