Therapieformen

Die Therapie einer Angstkrankheit ist immer eine mehrschichtige Arbeit, die sich auf viele Bereiche in der Behandlung, sowie im Leben des Patienten ausdehnt. Doch die Sitzungen bei der Fachperson reichen nicht aus; der Patient muss selber einiges dazu beitragen. Deshalb ist es für viele Betroffene ein schwieriger Schritt, sich überhaupt für eine Therapie zu entschliessen. Wenn nämlich dieser erste Schritt getan ist, kostet der Kampf gegen die Angst viel Energie, Kraft und Zeit. Grundsätzlich wichtig ist deshalb eine mentale Veränderung des Betroffenen. Er muss lernen, dass eine Angstattacke nicht endlos lange andauern kann, sondern dass die Angst nach dem Erreichen eines Höhepunktes und mit fortschreitender Zeitdauer auch wieder abklingt und sämtliche Symptome verschwinden. Mittels dieser mentalen Einstellung des Patienten soll der Fokus seiner Aufmerksamkeit auf die Angstabnahme gerichtet werden. Beim Erleben dieses Vorgangs hat der Patient nun positive Gedanken und Gefühle und wertet dieses Erlebnis positiv. Aus dem in Kapitel «Wie setzt sich die Krankheit fest?» beschriebenen «Teufelskreis der Angst» kann so quasi der «Engelskreis der Angst» erzeugt werden. Diese ausschliesslich mentale Veränderung des Patienten ist äusserst förderlich für eine konkrete Therapie. Die Wissenschaft hat zahlreiche Therapieformen entwickelt und praktisch jede der bekannten Strömungen in der Psychologie hat ihr eigenes Verfahren. Die drei bekanntesten und meist angewendetsten Therapieformen stelle ich nun vor.