Zukünftige Möglichkeiten

Viele verschiedene Institutionen forschen an den bisherigen und auch an neuen Therapiemöglichkeiten und Medikamenten in der Hoffnung zukünftig möglichst vielen Menschen helfen zu können. Dabei wird auch intensiv Genforschung betrieben, da wie in Kapitel «Wie entstehen Angstkrankheiten?» bereits beschrieben angenommen wird, dass Angstkrankheiten auch einen anlagebedingten Faktor haben. Vielleicht kann auf dieser Ebene eine Möglichkeit gefunden werden gezielter mit Medikamenten zu arbeiten.

Bei den Therapien, in denen auf Medikamente verzichtet wird, hoffen viele Angstpatienten auf neue, alternative Möglichkeiten zur wissenschaftlich anerkannten Verhaltenstherapie. Einige der von mir befragten Angstpatienten haben mir eben diesen Zukunftswunsch auf den Fragebogen geschrieben. Einige sagen, dass zwar die Heilungsquote und die Wirksamkeit verglichen mit anderen Therapieformen einiges grösser ist, jedoch trotzdem nicht alle Patienten geheilt werden können. Auch gibt es eine nennenswerte Rückfallquote bei Patienten, die vermeintlich geheilt worden sind.

Andere finden die Verhaltenstherapie, die eine Konfrontation mit der phobischen Situation oder dem phobischen Objekt anstrebt zu belastend und wünschen sich deshalb eine sanftere Alternative.