Früherkennung und Unterstützung von Soziophobikerinnen/Soziophobikern in der Sozialen Arbeit

Betroffene erkennen, verstehen, triagieren und unterstützen

Bachelorarbeit von Daniela Wittker an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft (zhaw), Soziale Arbeit.

Ziel dieser Arbeit ist es, Sozialarbeitende zu befähigen, dass sie Soziophobikerinnen/ Soziophobiker erkennen, verstehen, triagieren und unterstützen können.

Frau Wittker möchte mit dieser Bachelorarbeit dazu beitragen, dass die Soziale Phobie durch Sozialarbeiter möglichst frühzeitig erkannt wird und so Betroffenen lange Leidenswege erspart beziehungsweise diese verkürzt werden.

Diese Arbeit wurde APhS von Frau Wittker freundlicherweise für den Download zur Verfügung gestellt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Frau Wittker unter daniela.wittker@gmx.ch.

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Abstact

In der Schweiz erkranken 7 von 100 Menschen im Verlaufe ihres Lebens an der Sozialen Phobie. Die Betroffenen haben übermässige Angst in zwischenmenschlichen Situationen, in denen sie mit unbekannten Personen konfrontiert oder von anderen Personen beurteilt werden könnten. Sie befürchten, ein Verhalten (oder Angstsymptome) zu zeigen, das demütigend oder peinlich sein könnte. Da psychische Krankheiten wie die Soziale Phobie Ursache oder Folge von sozialen Problemen (dem zentralen Gegenstandsbereich der Sozialen Arbeit) sein können, stellen sie einen Problembereich der Sozialen Arbeit dar. Ziel dieser Arbeit ist es, Sozialarbeitende zu befähigen, dass sie Soziophobikerinnen/ Soziophobiker erkennen, verstehen, triagieren und unterstützen können.

In dieser Bachelorarbeit wird zunächst grundlegendes Wissen zur Störung vermittelt. Anschliessend werden deren psychosoziale Auswirkungen sowie verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige erläutert. Das Vorstellen der systemischen Denkfigur, eines Instruments zur Problem- und Ressourcenanalyse in der Sozialen Arbeit, sowie Hinweise für den Umgang mit Betroffenen runden den Hauptteil ab.

Die aus diesen Ausführungen ersichtliche Tatsache, dass die Soziale Phobie in der Regel chronisch verläuft und mit einem grossen Leidensdruck und deutlichen psychosozialen Einschränkungen einhergeht, weist auf die Wichtigkeit einer frühzeitigen Erkennung der Störung hin. Sind Sozialarbeitende über die Soziale Phobie informiert, bemerken sie möglicherweise in einem Prozess der Problem- und Ressourcenanalyse mittels systemischer Denkfigur Hinweise auf das Vorliegen der Störung. Anhand bestimmter Fragen können sie dann eruieren, ob ein differenzierter Abklärungsbedarf besteht. Ist ein solcher angezeigt, bildet eine sorgfältige Abklärung durch eine Psychiaterin/einen Psychiater oder eine Psychologin/einen Psychologen die Grundlage für die Behandlungsplanung. Basierend auf der vorgängigen Problemanalyse sollen Sozialarbeitende interne und externe Ressourcen von Soziophobikerinnen/ Soziophobikern erkennen, aktivieren und einsetzen, um soziale Beziehungen zu ermöglichen, zu erhalten oder zu verbessern.

Das Erkennen der Sozialen Phobie und das Vermitteln von Unterstützung sind erste, ganz entscheidende Schritte in Richtung Gesundheit, Wohlbefinden sowie sozialer und beruflicher Integration der Betroffenen.

Inhaltsverzeichnis

  • Soziale Phobie
    • Einordnung der Sozialen Phobie in den Klassifikationssystemen DSM-IV und ICD-10
    • Definitionen der Sozialen Phobie
    • Diagnostik der Sozialen Phobie nach dem DSM-IV und der ICD-10
      • Differentialdiagnostik
      • Soziale Phobie und Schüchternheit
    • Komorbidität
    • Epidemiologie
    • Ätiopathogenese
      • Das biopsychosoziale Modell
      • Biologische Ansätze
      • Psychologische Ansätze
      • Soziale Ansätze
  • Auswirkungen der Sozialen Phobie auf das Leben von Betroffenen
    • Leistungs- und Interaktionssituationen
    • Vermeidungsverhalten, Flucht und Verhaltungshemmung
    • Sicherheitsverhalten und sozial inadäquates Verhalten
    • Auswirkungen der Sozialen Phobie auf den Alltag
      • Ausbildung/Beruf
      • Soziale Beziehungen, Partnerbeziehungen und Isolation
      • Suizidalität
  • Hilfe für Betroffene und Angehörige
    • Behandlungsarten der Sozialen Phobie
      • Psychopharmakotherapie
      • Psychotherapie
      • Psychosoziale Beratung
    • Institutionen für die Behandlung der Sozialen Phobie
      • Psychiatrisch-Psychologische Versorgung
      • Psychosoziale Beratung und Hilfe
    • Selbsthilfe
    • Hilfe für Angehörige
  • Soziale Phobie in der Sozialen Arbeit
    • Berührungspunkte von Sozialer Phobie und Sozialer Arbeit: Soziale Probleme
    • Die systemische Denkfigur (SDF)
      • Grundsätzliches zur SDF
      • Analyse des Individuums
      • Analyse sozialer Systeme beziehungsweise sozialer Beziehungen
      • Begründung von Problemen und von problemlösenden Ressourcen
    • Der Umgang mit Betroffenen
  • Beantwortung der Fragestellungen und Fazit
    • Was ist die Soziale Phobie?
    • Wie wirkt sich die Soziale Phobie auf das Leben von Betroffenen aus?
    • Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Betroffene und ihre Angehörigen?
    • Welche Rolle haben Sozialarbeitende im Bezug auf die Thematik und welchen Beitrag
    • können sie für Betroffene leisten?
    • Was können Sozialarbeitende zur Früherkennung und Unterstützung von
    • Soziophobikerinnen und Soziophobikern beitragen?
  • LITERATURVERZEICHNIS
    • Diagnosekriterien der Vermeidend-Selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung
    • Die systemische Denkfigur (Individuum)
    • Aufrechterhaltung der Sozialen Phobie
    • Die Soziale Phobie erkennen
    • Interne Ressourcen erkennen
    • Wichtige Adressen