Neuroleptika (Angststörungen Behandlung)

Trotz anxiolytischer Wirkungskomponente sollten Neuroleptika in der Behandlung nicht-psychotischer Angst vermieden werden. Selbst in niedrigen Dosierungen, früher als Tranquilizerdosierungen bezeichnet, können mittel- oder hochpotente Neuroleptika extrapyramidal-motorische Wirkungen (Frühdyskinesie, leichtes Parkinson-Syndrom, Akathisie) hervorrufen und auch die Entwicklung von Spätdyskinesien ist nicht ausgeschlossen. Das häufig eingesetzte Thioridazin (Melleril) darf heute in dieser Indikation nicht mehr angewendet werden. Atypische Neuroleptika haben ein günstigeres Nebenwirkungsprofil. Sie können bei therapierefraktären Fällen vorsichtig eingesetzt werden.