Panikstörung und Agoraphobie (Behandlung)

Die Kombinationsbehandlung von Verhaltenstherapie und Psychopharmakotherapie ist in ihrer Wirksamkeit am besten belegt[2].

Die SSRI Sertralin, Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin sowie Paroxetin sind aufgrund ihrer ausgezeichneten Wirksamkeit und ihrer guten Verträglichkeit Substanzen erster Wahl.

Patienten mit Panikattacken reagieren oft verunsichert und empfindlich auf trizyklische Antidepressiva oder MAO-Hemmer[6], da die Nebenwirkungen den körperlichen Symptomen der Angst sehr ähnlich sein können (z.B. Mundtrockenheit, Tachykardie, Schwindel, Hypotonie, Sehstörungen usw.).

Da Antidepressiva, auch SSRI, die Angstsymptome initial verstärken können, muss mit kleinsten Dosierungen angefangen werden. Die vorübergehende Kombination mit einem Benzodiazepin kann deshalb sinnvoll sein. Persistieren Panikattacken trotz lege artis durchgeführter Behandlung mit Antidepressiva, müssen Benzodiazepine eventuell längerfristig verordnet werden.

Psychotherapeutisch sind kognitive Verhaltenstherapie, psychodynamisch orientierte Verfahren und Entspannungsübungen empfehlenswert, wobei vom Autogenen Training abgeraten wird, da es die übersensibilisierte viszerale Wahrnehmung noch verstärken kann[8]. Bei Agoraphobie ist das Expositionstraining ein zentrales Behandlungselement. Es wird aber von 20–25% der Patienten abgelehnt[8].