Wie funktioniert Angst?

Angstreaktionen sind angeboren. Angst ist lebensnotwendig als Vorbereitung auf Flucht oder Kampf, sowie als automatische Alarmreaktion auf bedrohliche Situationen. Viele Angstreaktionen laufen reflexartig automatisch ab, sodass sie einer Gefahr ausweichen, noch bevor ihnen die Situation richtig bewusst geworden ist.

Zur Angstreaktion gehört das Mobilisieren aller Körperreserven innerhalb von Sekundenbruchteilen. Man kennt das als Adrenalinschub. Herz- und Atemfrequenz werden gesteigert, Muskeln und Gehirn werden besser mit Blut versorgt, viele Hormone bereiten den Körper auf Höchstleistungen vor. Alle diese Vorgänge laufen automatisch ab und werden vom autonomen Nervensystem gesteuert. Die entsprechenden Körperreaktionen werden als Symptome wahrgenommen.

Wenn die Angst allerdings ein sinnvolles Mass überschreitet, bringt sie mehr Nachteile als Vorteile mit sich. Starke Angst reduziert die Konzentrationsfähigkeit. Wenn sie in Panik gipfelt, kann sie zu unüberlegten Reaktionen führen oder lähmen.

Der Angstkreis - Teufelskreis der Angst

Viele Teile des Menschen (Organe, Muskeln, Gehirn, Psyche, Nervensystem) sind an der Angst- und Stressreaktion beteiligt und beeinflussen sich gegenseitig. Bei einer Angststörung schaukeln sich diese Teile in einer Art Teufelskreis gegenseitig auf bis zur Panikattacke.

Wahrnehmung Gedanken
Schritt für Schritt erklärt:
 Die erste Panikattacke
Organe und
Muskeln
Autonomes
Nervensystem

Ausgelöst werden kann der Teufelskreis an mehreren Stellen: Bei Phobien ist der Auslöser zum Beispiel ein sichtbares Objekt oder eine bestimmte Situation. Bei der Panikstörung und der Generalisierten Angststörung gibt es meist keinen erkennbaren Grund für einen Panikattacke (Panik aus heiterem Himmel). Alleine schon bestimmte Gedanken, Gefühle oder Befürchtungen können eine Panikattacke auslösen. Aber auch Vergiftungen, Krankheiten, Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen können Angst und Panikattacken auslösen.