Selbsthilfegruppen dienen der Information von Betroffenen und Angehörigen, sowie praktischer Lebenshilfe. Ein wichtiges Element ist hierbei der Erfahrungsaustausch, zur gegenseitigen sachlichen und emotionalen Unterstützung.
Die Selbsthilfegruppen sind für viele Betroffene ein wichtiger Bestandteil im Leben mit der Angst. Die Selbsthilfegruppe gibt das berechtigte Gefühl, dass man nicht alleine ist mit seiner Angst. Dadurch ist eine mögliche Schamschwelle auch leichter abzubauen. Die Leute empfinden eine grosse Erleichterung zu erfahren, dass sie nicht „verrückt“ sind, sondern dass die Angst für sie wirklich ein „echtes“ und „schlimmes“ Problem darstellt und die körperlichen Empfindungen bei einer Angstattacke tatsächlich als real empfunden werden. Diese Bestätigung von Leidensgenossen ist eine sehr grosse mentale Stütze und trägt einen wichtigen Teil zu einer parallelen Therapie bei. Es gibt auch einen grossen Erfahrungs- und Informationsaustausch, der laut Therapeuten und Psychologen ebenfalls sehr hilfreich für eine erfolgreiche Therapie ist.
Selbsthilfegruppen Angst- und Panikhilfe Schweiz
Selbsthilfegruppen sind für eine erfolgreiche Therapie wohl unerlässlich, denn oftmals wagt man sich als Patient zu wenig an die Öffentlichkeit und wendet sich nur selten an andere Menschen, da die Befürchtung zu gross ist, dass man nicht verstanden werden könnte.
Eine Nationalfonds-Studie aus dem Jahre 2004 sagt: Selbsthilfegruppen helfen tatsächlich: "Die problembedingten Belastungen von Gruppenmitgliedern, aber auch ihrer Familienangehörigen nehmen ab. Auch die Fähigkeit, Fachhilfe gezielt zu beanspruchen, steigt." Die Mitglieder der Gruppe erarbeiten sich Wissen über die Angststörung. Sie können Fachleuten gegenüber selbstbewusster auftreten und eigenständiger handeln. Im Umgang mit Ärzten werden sie so zu kompetenten Partnern, die über die Behandlung mitentscheiden können. Selbsthilfe ist eine wichtige Ergänzung zum professionellen Wissen.
So kann der Austausch in einer Selbsthilfegruppen den Heilungsprozess sehr unterstützen. Ärzte und Therapeuten begrüssen die Teilnahme an Selbsthilfegruppen.